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Bleed it out, diggin' deeper just to throw it away

Letzte Woche beim Doc und ehrlich gewesen. Jetzt muss ich zu meinen Bluthochdruck-Tabletten auch noch welche für die Schilddrüse und generell Anti-Depressiva einnehmen. Bin ja schon gespannt, wann die mal wirken. Soll ja nicht schlichte Verdrängung sein, was sich jedoch bisher so anfühlt. Nun ja, er sagte, eine Wirkung ist in ein bis zwei Wochen zu spüren. Eine Woche hat es also noch.

 

Jobwechsel ist angesagt. Ich las vor kurzem einen Artikel in einer Zeitung, die sich mit Gesundheit beschäftigt. Sofern man beginnt, sich mit seiner Arbeit zu identifizieren, steigt die Gefahr, dass man sich zu sehr davon einnehmen lässt und keinen Ausgleich in der Freizeit dafür mehr suchen kann. Darin konnte ich mich sehr wieder finden, also warte ich momentan auf einen Anruf der Zeitarbeitsfirma, wo ich mich gestern vorgestellt habe. Mehr Geld für plumpe Arbeit mit ungewohnten Zeiten, wo man nicht ständig angequatscht und krank wird. Die Kinder werde ich trotzdem unglaublich vermissen. Schade, dass der Arbeitgeber so viele Fürze im Hirn hat... Die Zeit dort mit den Kindern hat mich dennoch sehr gefördert. Alles kleine liebe Herzchen. Ich hätte gerne meinen Jungen wieder, den ich letztes Jahr betreute. Er war charmant, lieb, führte nie etwas Böses im Schilde und wollte einem nur Nettes tun. Hatte einfach Konzentrationsschwierigkeiten, Konfliktprobleme und hat gehofft, dass ihm andere den Popo hinterhertragen. Konnte ihm dahingehend aber sehr helfen... Meine Nachfolgerin für ihn habe ich besten Gewissens auf alles vorbereitet, soweit ich konnte. Sagte ihr auch, dass ich nur bestes Verhalten von ihr möchte, weil der Junge das mehr als verdient und auch für sein Selbstvertrauen/-bewusstsein benötigt. So oft es geht loben, Zuspruch geben und nur wenn es nötig ist, ganz klare Ansagen, damit er weiß was Sache ist. Vorgestern schrieb er mir sogar eine E-Mail, in der er mir gute Besserung wünschte. IST DAS NICHT TOLL? Da ging mir das Herz so sehr auf... Ihn und diese Klasse werde ich definitiv noch so lange besuchen, bis sie in ein oder zwei Jahren die Schule verlassen. Eine wunderbare Zeit, die ich mit ihnen verbracht habe, war das. Ja, ich schreibe irgendwie sehr viel darüber. Liegt einfach nur an dieser unmessbaren Dankbarkeit an diese Kinder und an gewisse Kollegen. Das FSJ war eines der wertvollsten Berufserfahrungen, die ich bisher sammeln konnte. So wird das auch bleiben, 100%ig.

18.11.11 00:44


Between Angels And Insects

Morgen geht er zum Arzt. Ich auch, mal schauen, was der Doc machen wird. Vielleicht ist es zum ersten Mal echt nötig, mich zum Psychiater überweisen zu lassen. In all den Jahren habe ich diesen Schritt nie gewagt. Doch jetzt, wenn ich überlege, morgen in die Arbeit zu müssen, könnte ich mich auf den Boden legen und heulen. Der Job machte mir eigentlich mal unglaublich Spaß. Der Job, der Umzug, meine Familie, Er und all die anderen... Es ist schlichtweg zu viel. Ich brauche Hilfe.

 

Jetzt gerade kam mir der Gedanke, wie ich es aushalten konnte, als du andere neben mir hattest. Wie zum Teufel konnte ich das überleben?

8.11.11 02:35


Decay

Jetzt gerade erfahre ich wieder mehr über ihn. Nach 9 Jahren weiß man eben doch noch nicht alles über sich... Macht mich traurig, das was er erzählt. Eröffnet einem nur noch mehr, in welchem Zustand er sich befindet. Ich will nicht, dass mich das alles so fertig macht. Möchte so gerne einfach nur für ihn da sein, aber meine Grenze scheint langsam aber sicher erreicht zu sein...
31.10.11 04:23


Creeping out to come alive

Ich ignoriere meinen Zustand, meinen Umstand, mein Seelenunheil. Ein Fazit, das ich heute Abend gezogen hab. Wenn ich die negativen Dinge meines bisherigen Lebens aufzähle, ist das schon ziemlich niederschmetternd.

Eigentlich hatte ich eine ziemlich angenehme Kindheit, kann man nicht anders sagen. Ich war das Nesthäkchen, das man alles in den Arsch schieben konnte. Das einzige und jüngste Mädchen nach den zwei 12 und 16 Jahre älteren Brüdern. Naja, ich lernte meinen anderen Teil meiner Seele mit 12 kennen. Eigentlich passierten viele einflussreiche Dinge mit 12. Einmal brachte sich ein Bekannter von mir um, dann starb unsere damalige Vermieterin, die eine Art Ersatz-Oma von mir war. Und schlussendlich verstarb mein allererstes und heißgeliebtes Meerschweinchen. Fünf Monate und einige Versuche später, sich ein bisschen von dem ganzen auszuruhen, traf ich auf ihn. Er brachte mein Hirn hervor, ließ mich intensiver über Dinge nachdenken. Im Grunde genommen verursacht intensives Nachdenken schon von selbst Depression. Somit fingen meine Depressionen so langsam aber sicher mit Beginn meiner Liebe und meiner Pubertät mit 13 an. Ich habe sehr viel mit ihm durchgemacht... Entweder aus Mitgefühl zu ihm oder weil er mir Leid zufügte. Ich weiß gar nicht, wie oft ich schon kurz davor war, mir einen Haufen Tabletten für meinen Bluthochdruck reinzupfeifen. In einem Zustand nicht allzu geistiger Umnachtung schmiss ich die Dose mit den Tabletten weg und nahm lieber meinen Bluthochdruck in Kauf. Naja, ich muss dazu sagen, dass meine Familie auch sehr zu meinen Zuständen beigetragen hat. Wenig Toleranz, Akzeptanz, Einfühlungsvermögen, Vertrauen - einfach unglaublich wenig Gefühl, womit man als pubertierendes Mädchen einfach nicht zurechtkommt. Heutzutage hat man sich darauf eingestellt. Wenn man wenig erwartet, wird man einfach auch weniger enttäuscht - so plump und ausgelutscht es auch klingt, so viel Wahrheit steckt leider dahinter. Je mehr man nachdenkt, desto misanthropischer wird man. Das jedenfalls ist meine persönliche Einstellung. Ich bin zu intolerant um Freundschaften aufrechtzuhalten. Ich bin unglaublich empfindlich geworden, was die Thematik "Dummheit bei anderen" angeht. Das soll nicht bedeuten, dass ich mich für etwas Besseres halte... Wirklich überhaupt nicht. Aber ich hasse es, wenn man vorschnelle Ratschläge bekommt oder Ratschläge, die völlig für die Tonne sind, obwohl man sich schon näher kennt. Ich war für geschlagene 8 Monate bei Facebook und löschte mich wieder komplett, weil ich extrem sauer wurde. Total viele aus meiner ehemaligen Gymnasial-Zeit wollten, dass ich mich dort anmelde. Ich beugte mich dem tatsächlich nach ein paar Wochen... Tja... Resumee nach einigen Wochen: nur oberflächliches Pinnwand-Gequatsche. Und der eigentliche Grund, warum ich nicht mehr wollte, war ein Paradebeispiel... Ich entschuldigte mich bei einer Freundin von mir, dass ich mich auf ein eigtl sehr nett gemeintes Angebot von ihr, nicht meldete und erklärte ihr den Grund. Wirklich sehr detailliert und auf eine Weise, die ich nur sehr sehr wenigen zeige. Ich hab mich verletzlich gemacht und ihr gezeigt, dass ich mich in einer sehr beschissenen Zeit befinde. Ich gab ihr zwei Wochen und sie antwortete nicht. Keine klitzekleine Reaktion darauf. Gar keine. Da war der Punkt erreicht, wo ich mich entschloss, mich aus so einem Bullshit zu entfernen. Diejenigen, die ich als "Freunde" auf meiner Kontaktliste hatte (waren nicht viele...), haben sich seitdem auch nicht per Handy gemeldet. Außer einer, der gratulierte ich zum Geburtstag und sie schrieb sehr lieb zurück, aber bei ihr hab ich auch keinerlei Erwartungshaltung. Ist ne Liebe, das war's auch schon. Schade, dass ich keine Freunde habe, auch wenn ich mir sehr wünschte, noch eine weitere wahre Vertrauensperson zu haben. Es würde nicht klappen... Ich bin kontaktfaul, bin nicht richtig in der Lage, mich regelmäßig bei Freunden zu melden, weil ich sehr mit mir und mit ihm beschäftigt bin. Tja, mal jemanden zu finden, der das akzeptiert, ist schwer und sehr wahrscheinlich Zeitverschwendung. Ich wünschte mir ja auch sehr, anständig mit meinem Freund zu reden, aber mit einem depressiven Autisten ist das einerseits eine Qual für ihn, weil er mich nicht nachempfinden kann und daraus resultierend ist das andererseits auch eine Qual für mich. Wahrscheinlich der Grund, warum ich meine Gedanken und Gefühle hier ein bisschen äußere. Hier kennt mich niemand und mir kann niemand einen Vorwurf mache, warum ich ausgerechnet ihn mit meinem seelischen Kummer zumülle.

 

Ich hab Angst, krank zu sein. Ich hab Blut im Stuhl und hab kein gutes Gefühl dabei. Momentan bin ich erkältet und ich versuch mich damit zu beruhigen, dass mein Körper deswegen ein bisschen von der Rolle ist. Das hatte ich aber mein Lebtag noch nie... Was aber der... "krankste" Gedanke von mir dabei ist, ist der, dass ich mich ein bisschen darüber freuen würde, wenn es was Ernstes ist, weil sich dann vielleicht endlich jemand um mich kümmert. Oh man, ganz schön erbärmlich.

31.10.11 00:50


Pretend that I still carry on

Heute und vorgestern telefonierte ich mit meinen Eltern. Sie scheinen wohl wirklich ziemlich stolz auf mich zu sein, weil sie wissen, wie schwierig die momentane Situation für mich/uns ist und ich mir größte Mühe gebe, alles unter einen Hut zu bekommen. Gestern habe ich sieben Bewerbungen für Ausbildungen fertiggemacht und heute losgeschickt. Ich bin da ziemlich guter Dinge, dass ein paar fruchten werden, weil sich auf Ausbildungen nicht unbedingt Leute mit Abi melden. Zumindest nicht Unmengen. Diese Woche habe ich noch Zeit für diverse Erledigungen, aber ab nächsten Montag beginnt mein "Praktikum", weil meine zukünftigen Arbeitgeber so Not am Mann haben, sodass sie mich schon eine Woche vor eigentlichem Vertragsbeginn brauchen. Nun gut, meinetwegen.

Ich fühl mich ziemlich scheiße, weil ich etwas empfindlich auf meinen Freund reagiere, obwohl ich von ihm einfach nicht viel erwarten kann und darf. Gestern Abend bat ich ihn darum, sich mal meine Bewerbungsmappe anzusehen - keine Zeit, weil er am Computer saß. Heute Mittag sprach ich ihn nochmal nett darauf an - extrem genervt und "Nein!". Man was war ich gekränkt... Ich steigerte mich auch noch hinein und dachte, dass er sich seit über 1,5 Jahren noch nicht meine Facharbeit durchgelesen hat, die ich für mein Abi im Deutschleistungskurs schrieb... und dafür auch noch eine megagute Note bekommen hab. Er las sich heute Mittag aber von selbst die Bewerbungsmappe durch... und sagte nichts weiter dazu. Ich habe wirklich unglaublich viel Verständnis für seine Krankheit, aber ich komme immer wieder auf das Selbe... Es fehlt mir einfach Fürsorge, ein bisschen Stolz und eigeninitiierte Zuneigung. Vielleicht rufe ich meine Eltern deswegen in letzter Zeit häufiger mal an, denn selbst die schaffen das mittlerweile etwas besser. Schon krass, wenn man diese Entwicklung bedenkt... Aber ich stecke sehr sehr viel Hoffnung in den Kliniktermin, der nächste Woche für meinen Freund ansteht. Erstuntersuchung und Diagnostik. Dafür habe ich mir extra einen Tag vom Praktikum frei genommen, um dabei zu sein...

Nun ja, am Donnerstag fahren wir auf ein Konzert und übernachten auch noch gleichzeitig bei jemanden, die wir nur über den Chat kennen. Dann kann ich mich schonmal auf ultimative Labilität vorbereiten... Aber eigentlich freue ich mich auch sehr darauf, ist schließlich mein erstes Konzert und die Person noch näher kennenzulernen ist auch sehr interessant. Morgen also alles vorbereiten. Ach doch, wenn ich an die Vorbereitung denke, freue ich mich immer mehr :-) Und jetzt lackiere ich mir die Fingernägel... Muss die Zeit nutzen, die ich ein bisschen für mich nutzen kann.

20.9.11 23:34


A new beginning

Als ich ungefähr 13 war, begann ich bereits einen Blog zu schreiben. Wegen meines Freundes zuliebe hörte ich nach circa 3-4 Jahren damit auf - ich solle ihm gegenüber ehrlich sein und lieber ihm alles anvertrauen, als irgendeiner Internet-Tagebuch-Scheiße.

Mittlerweile bin ich 21 und in einer Situation, in der ich leider keinen anderen Ausweg weiß, als diesen hier.

Mein Freund ist ein einziges psychisches Wrack. Zwar ist er an sich meine einzige Vertrauensperson, aber seelisch nicht in der Lage, mir zu helfen. Wenn ich ihm sage, dass es mir nicht gutgeht, belastet ihn das selbst viel zu sehr und er sagt, dass er keinen Halt mehr hat, weil es mir auch nicht gutgeht. Was mir umgekehrt wiederum sehr wehtut, weil ich meinen verdammten Arsch für ihn aufreiße, dass er einigermaßen zurechtkommt. Das soll nicht nach Wut anhören, es ist eher Frustration, tiefe Trauer und ein bisschen Wahnsinn.

Wir wohnen im puren Chaos bei seiner Familie. Alle, ungelogen... ALLE psychisch krank. Im Moment ist das alles viel zu komplex, um es niederzuschreiben... Jedenfalls unglaublich niederschmetternd. Ich möchte hier nicht mehr wohnen. Jeden Tag könnte ich mich einfach in eine Ecke setzen und heulen. Nein, dabei muss ich mich um mein Leben sowie um das meines Freundes kümmern. Bewerbungen schreiben, Geld verdienen, am besten nach einer neuen Wohnunsituation suchen, Haushalt übernehmen, Psychologen und Therapeuten spielen... Ich bin eigentlich von meinen Eltern weggezogen, weil ich selbstständig sein wollte und viele ihrer Psychonummern nicht mehr hautnah mitmachen wollte. Und jetzt das... Ich merke, wie ich immer schwächer werde, obwohl ich an sich ein sehr energiegeladener Mensch sein kann. Ich seh in den meist dunkelsten Momenten noch ein bisschen Licht, aber so langsam überkommt es auch mich... Und es muss sich jetzt etwas ändern. JETZT. Sonst ist es zu spät für mich und damit automatisch auch für meinen Freund. Lass ich mich abkacken, lass ich automatisch ihn abkacken. In der Zeit meiner Pubertät habe ich bereits schon viele solcher Phasen durchmachen müssen. Doch habe ich dort noch für mich allein gekämpft, mein Freund kam noch einigermaßen zurecht. Brauchte meine Unterstützung noch nicht so intensiv wie jetzt. Und... es tut mir unglaublich Leid, aber ich brauche jemanden. Jemanden, der nicht sofort die Segel streicht, wenn er sich meinen Kummer anhört. Das heißt nicht, dass ich jemand Neues anstelle meines Freundes haben möchte oder unbedingt eine beste Freundin suche. Eigtl möchte ich das alles von meinem Freund... Aber ich merke, wie ich mehr und mehr verkümmere.

17.9.11 18:07


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