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Creeping out to come alive

Ich ignoriere meinen Zustand, meinen Umstand, mein Seelenunheil. Ein Fazit, das ich heute Abend gezogen hab. Wenn ich die negativen Dinge meines bisherigen Lebens aufzähle, ist das schon ziemlich niederschmetternd.

Eigentlich hatte ich eine ziemlich angenehme Kindheit, kann man nicht anders sagen. Ich war das Nesthäkchen, das man alles in den Arsch schieben konnte. Das einzige und jüngste Mädchen nach den zwei 12 und 16 Jahre älteren Brüdern. Naja, ich lernte meinen anderen Teil meiner Seele mit 12 kennen. Eigentlich passierten viele einflussreiche Dinge mit 12. Einmal brachte sich ein Bekannter von mir um, dann starb unsere damalige Vermieterin, die eine Art Ersatz-Oma von mir war. Und schlussendlich verstarb mein allererstes und heißgeliebtes Meerschweinchen. Fünf Monate und einige Versuche später, sich ein bisschen von dem ganzen auszuruhen, traf ich auf ihn. Er brachte mein Hirn hervor, ließ mich intensiver über Dinge nachdenken. Im Grunde genommen verursacht intensives Nachdenken schon von selbst Depression. Somit fingen meine Depressionen so langsam aber sicher mit Beginn meiner Liebe und meiner Pubertät mit 13 an. Ich habe sehr viel mit ihm durchgemacht... Entweder aus Mitgefühl zu ihm oder weil er mir Leid zufügte. Ich weiß gar nicht, wie oft ich schon kurz davor war, mir einen Haufen Tabletten für meinen Bluthochdruck reinzupfeifen. In einem Zustand nicht allzu geistiger Umnachtung schmiss ich die Dose mit den Tabletten weg und nahm lieber meinen Bluthochdruck in Kauf. Naja, ich muss dazu sagen, dass meine Familie auch sehr zu meinen Zuständen beigetragen hat. Wenig Toleranz, Akzeptanz, Einfühlungsvermögen, Vertrauen - einfach unglaublich wenig Gefühl, womit man als pubertierendes Mädchen einfach nicht zurechtkommt. Heutzutage hat man sich darauf eingestellt. Wenn man wenig erwartet, wird man einfach auch weniger enttäuscht - so plump und ausgelutscht es auch klingt, so viel Wahrheit steckt leider dahinter. Je mehr man nachdenkt, desto misanthropischer wird man. Das jedenfalls ist meine persönliche Einstellung. Ich bin zu intolerant um Freundschaften aufrechtzuhalten. Ich bin unglaublich empfindlich geworden, was die Thematik "Dummheit bei anderen" angeht. Das soll nicht bedeuten, dass ich mich für etwas Besseres halte... Wirklich überhaupt nicht. Aber ich hasse es, wenn man vorschnelle Ratschläge bekommt oder Ratschläge, die völlig für die Tonne sind, obwohl man sich schon näher kennt. Ich war für geschlagene 8 Monate bei Facebook und löschte mich wieder komplett, weil ich extrem sauer wurde. Total viele aus meiner ehemaligen Gymnasial-Zeit wollten, dass ich mich dort anmelde. Ich beugte mich dem tatsächlich nach ein paar Wochen... Tja... Resumee nach einigen Wochen: nur oberflächliches Pinnwand-Gequatsche. Und der eigentliche Grund, warum ich nicht mehr wollte, war ein Paradebeispiel... Ich entschuldigte mich bei einer Freundin von mir, dass ich mich auf ein eigtl sehr nett gemeintes Angebot von ihr, nicht meldete und erklärte ihr den Grund. Wirklich sehr detailliert und auf eine Weise, die ich nur sehr sehr wenigen zeige. Ich hab mich verletzlich gemacht und ihr gezeigt, dass ich mich in einer sehr beschissenen Zeit befinde. Ich gab ihr zwei Wochen und sie antwortete nicht. Keine klitzekleine Reaktion darauf. Gar keine. Da war der Punkt erreicht, wo ich mich entschloss, mich aus so einem Bullshit zu entfernen. Diejenigen, die ich als "Freunde" auf meiner Kontaktliste hatte (waren nicht viele...), haben sich seitdem auch nicht per Handy gemeldet. Außer einer, der gratulierte ich zum Geburtstag und sie schrieb sehr lieb zurück, aber bei ihr hab ich auch keinerlei Erwartungshaltung. Ist ne Liebe, das war's auch schon. Schade, dass ich keine Freunde habe, auch wenn ich mir sehr wünschte, noch eine weitere wahre Vertrauensperson zu haben. Es würde nicht klappen... Ich bin kontaktfaul, bin nicht richtig in der Lage, mich regelmäßig bei Freunden zu melden, weil ich sehr mit mir und mit ihm beschäftigt bin. Tja, mal jemanden zu finden, der das akzeptiert, ist schwer und sehr wahrscheinlich Zeitverschwendung. Ich wünschte mir ja auch sehr, anständig mit meinem Freund zu reden, aber mit einem depressiven Autisten ist das einerseits eine Qual für ihn, weil er mich nicht nachempfinden kann und daraus resultierend ist das andererseits auch eine Qual für mich. Wahrscheinlich der Grund, warum ich meine Gedanken und Gefühle hier ein bisschen äußere. Hier kennt mich niemand und mir kann niemand einen Vorwurf mache, warum ich ausgerechnet ihn mit meinem seelischen Kummer zumülle.

 

Ich hab Angst, krank zu sein. Ich hab Blut im Stuhl und hab kein gutes Gefühl dabei. Momentan bin ich erkältet und ich versuch mich damit zu beruhigen, dass mein Körper deswegen ein bisschen von der Rolle ist. Das hatte ich aber mein Lebtag noch nie... Was aber der... "krankste" Gedanke von mir dabei ist, ist der, dass ich mich ein bisschen darüber freuen würde, wenn es was Ernstes ist, weil sich dann vielleicht endlich jemand um mich kümmert. Oh man, ganz schön erbärmlich.

31.10.11 00:50
 



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